Wähle KLIMA FREUNDE am 13.09.2020

Bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 werden der Rat und die Bezirksvertretungen gewählt und auch die*der Oberbürgermeister*in. Wahlberechtigt sind alle Deutschen, EU-Bürgerinnen und -Bürger, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet und mindestens seit dem 16. Tag vor der Wahl ihren Wohnsitz in Köln haben.

Zu den Kommunalwahlen dieses Jahr möchten wir für viele Menschen die Möglichkeit bieten, etwas zu ändern – wir möchten die große Transformation, den System Change. Zu diesem Zweck sehen wir die KLIMA FREUNDE als offene Liste, zu welcher wir viele Interessentinnen einladen möchten mit uns zu erarbeiten und auszuprobieren wie Mandate sinnvoll ausgeübt und neue Wege in der Lokalpolitik gegangen werden können.

Bei der letzten Wahl haben wir als DEINE FREUNDE sensationelle 7.815 Stimmen (das sind 1,98 %) erhalten und uns gefreut was wir als “kleine” Wähler*innengruppe seitdem schon alles anstoßen konnten. Die gesamten Ergebnisse der letzten Wahl 2014 findest du hier >

Weitere Infos zur Wahl von der Stadt Köln findest du hier >

Das Programm als Vision für unsere kleine Stadt

Momentan erarbeiten wir noch an dem Programm, welches wir beim Wahlamt einreichen werden. Dieses wird sich stark an den folgenden Visionen und allen bekannten Stimmen der öko-sozialen Initiativen und Bewegungen in Köln orientieren.

Die Stadt gehört allen, die darin wohnen. Mehrheiten sowie Minderheiten, Lauten sowie Leisen – alle müssen mitmischen können. Dazu brauchen wir jedoch neue Regeln und neue Mittel!

Die Wissenschaft warnt seit Jahrzehnten, heute spüren wir die Folgen auch in Köln: Wir erleben einen erneuten Dürrefrühling, Rekordtemperaturen werden gemessen, Parks trocknen aus, Stadtbäume sterben. Die Stadt Köln hat den Klimanotstand ausgerufen, warum handelt sie nicht? Der Klimaschutz muss höchste Priorität bei allen Entscheidungen haben! Diese alarmierende Wahrheit müssen wir anerkennen und angemessene Maßnahmen einleiten um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen.

Fußgänger*innen sollten immer Vorrang haben, dann der Radverkehr, dann Busse, Bahnen und Carsharing, dann der Lieferverkehr und wenn dann noch Platz ist: private Autos. Darauf sollte sich die gesamte Verkehrsplanung ausrichten. So erreichen wir mehr Lebensqualität: weniger Lärm, bessere Luft, mehr Sicherheit, weniger CO2-Ausstoß, freie Flächen und bessere Gesundheit. Alle gewinnen – auch die jetzigen Autofahrerinnen! Außerdem: Öffentlicher Raum ist kein kostenloser Lagerraum für Unternehmen.

Das Wohl aller muss oberstes Kriterium für wirtschaftliches Handeln sein, nicht Wachstum und Profit! Ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltiges Handeln wird derzeitig benachteiligt – dies muss sich umdrehen, dafür können wir uns an der Gemeinwohlökonomie orientieren. Für Unternehmen bedeutet dies, dass folgende Themen berücksichtigt werden: humane Arbeitsbedingungen und Gleichberechtigung der Mitarbeiter, ökologische Produktionsmethoden, demokratische Entscheidungsprozesse und gerechte Verteilung der Erträge. Derzeit nicht entlohnte, aber notwendige und gemeinnützige Arbeit muss auch bezahlt werden.

Wir wollen Köln zur “Zero Waste Stadt” machen. Dazu gehört das ein Zero Waste Bekenntnis der Stadtverwaltung sowie konkrete Ziele bspw. den Anteil an nicht recyclebarem Müll signifikant und stetig zu reduzieren, den Anteil von recyclebarem Müll zu stofflich zu recyceln und die Qualität von Recyclat, Altpapier, Kompost und Co. stetig zu verbessern und eine Kreislaufwirtschaft anzustreben, beide Abfallsorten stetig zu reduzieren – dies alles erfordert einen Grundlegend anderen Konsum und Umgang mit Ressourcen. Damit stellen wir uns hinter die Forderungen von Zero-Waste Köln e.V.

“Die Gestaltung der Digitalisierung soll dem Gemeinwohl dienen. Sie darf nicht einseitig auf die Förderung einer wirtschafts- und wachstumspolitischen Agenda abzielen, sondern muss auf sozial-, umwelt-, entwicklungs- und friedenspolitische Ziele ausgerichtet sein. Die Digitalisierung soll zu einer nachhaltigen Energie-, Verkehrs-, Agrar- oder Ressourcenwende beitragen und konkrete Beiträge zur umfassenden Gewährleistung der Menschenrechte, der Klimaschutzziele und zur Beendigung von Hunger und Armut leisten. Eine nachhaltige Digitalisierung in unserem Sinne setzt auf sinnvolle, menschenwürdige Arbeit, soziale Gerechtigkeit und suffiziente Lebensstile.” – Bits & Bäume. Die Stadt sollte auch Daseinsvorsorge im Digitalen bieten und öffentliche Produkte und Dienste für die Kölner unter der Prämisse Public Money – Public Code mitentwickeln und bereitstellen.

Wir möchten rausgehen und Kultur erleben und das auch non-kommerziell. Anstatt mehr Mainstream Clubs in Partymeilen zu ballen, möchten wir mehr miteinander in jedem Veedel sowie Nischen und Subkulturen unterstützen. Darüber hinaus: Toleranz, Wertschätzung und Freundlichkeit geht immer.

Wohnen, emissionsfreie Mobilität und nachhaltig Leben muss für alle erschwinglich sein. Wir lassen keinen zurück! Darin soll Köln Modellstadt sein! Wir wollen uns trauen uns an Visionen der Zukunft zu orientieren, anstatt nur an Kennzahlen der Vergangenheit und Gegenwart. Um das große Ganze geht’s, darum schaut gute Kommunalpolitikauch  über den Kommunenrand hinaus!

Wir brauchen für ein artgerechtes Leben mehr Platz für Begegnung auf Augenhöhe, mehr öffentliches Grün und mehr Barrierefreiheit für Alt und Jung. Dafür sollen Parkplätze umgewidmet, Baumscheiben bepflanzt, Spielstraßen ausgewiesen und Bebauung von vorhandenen Grünflächen verhindert werden. Diesen Platz brauchen wir nicht nur draußen, sondern auch im Kopf – darum muss es Orte geben, die frei von Konsum und Werbung sind, welche uns teilweise von Bedürfnissen überzeugen wollen, die wir gar nicht haben.

Wir fordern eine fortschrittliche Stadtentwicklung: autofrei, nachhaltig, sozial, grün und eine Stadt der kurzen Wege. Dazu gehört mehr öffentlich geförderter Wohnungsbau, grundsätzlich autofreie Neubauprojekte mit Quartiersgaragen statt Tiefgaragen, das Vergeben von Bauflächen nach Gemeinwohlkriterien und nicht nach dem höchsten Gebot. Fassaden- und Dachbegrünung sowie dezentrale Energieversorgung sollten bindend sein. Das alles unter dem Aspekt der Flächengerechtigkeit!

Stell dir vor, dein Name steht auf einem Wahlzettel.

Wäre doch mega oder? Melde dich gerne bei mitmachen@klimafreunde.koeln.

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Unser*e Spitzenkandidat*in

… bleibt noch geheim! Das Datum für die Pressekonferenz zur Bekanntmachung der*des Kandidat*in wird bald bekannt gegeben.
Wir sind ein Team – darum ist wichtig, dass nicht eine Einzelperson im Mittelpunkt steht, sondern unsere Vision und unsere Ziele.